Vollständige Version anzeigen : Kloburger Elite Uni
übrigens:
MIK fordert, dass die Chemiker von der TU nach Gugging ausgelagert werden!!! :D :D :D
http://www.donaukurier.at/03_themen/14_politik/politik-2004/MIK-erfolge-antraege/27-tu-nach-gugging.html
tja
http://orf.at/060202-96114/elite_uni_gugging_2q_o.jpg
http://orf.at/060202-96114/index.html
congratulations! :OATZ:
naguad da gehts ja nur um die 'elite' uni und ned um die TU Chemie oder?
Geil find ich, dass die "Elite-Professoren" (zB Zeilinger), und Väter der Idee sich jetzt auf Grund dessen zurückziehen ...
naja soll ja politisch recht umstritten sein. weil NÖ=schwarz, Wien=rot denk ich mal. aber leiwand is schon, weil da sicher neue lokale hinkommen.
und die gfraster ausm gymnasium können gleich direkt dort in die uni gehn und müssen nimma den umweg ins proletoide wien machen.
is das dann überhaupt eine richtige uni, oder mehr so eine art fachinstitut, sprich außenstelle?
im radio haben sie gesagt es ist für doktoratsstudien im naturwissenschaftlichen und mathematischen bereich.
Also könnts auch für einige unter uns noch interessant werden.
lg
Cannibal
02.02.2006, 19:28
und die gfraster ausm gymnasium können gleich direkt dort in die uni gehn und müssen nimma den umweg ins proletoide wien machen.
Nein, ist nur post graduate, und das in manchen Sparten, und wie gesagt "elitär"...insgesamt wird eine Studentenanzahl von ca. 500 angestrebt.
version4x
02.02.2006, 21:44
die sinnhaftigkeit sei dahingestellt.
Cannibal
02.02.2006, 22:09
die sinnhaftigkeit sei dahingestellt.
Ich bin da eher vorsichtig. Gesetzt den Fall, es würde wirklich eine international anerkannte EliteForschungs- und Lehreinrichtung daraus, wäre es eine unschätzbare Institution à la MIT, Oxford oder Harvard.
Aber es gibt natürlich mehr als genügend Gegenargumente. Unter anderem gibt es die Meinung, dass es nur eine Selbstbereicherung der Initiatoren sei.
Dass das aufzubringende Geld an bereits bestehenden Forschungsstätten nicht schlecht aufgehoben wäre ist natürlich auch nicht ausser Acht zu lassen.
Meine Befürchtung im Moment ist allerdings eher, dass es eine klassisch "österreichische" Version der oben genannten Elitelehranstalten wird...
version4x
02.02.2006, 22:41
imho ist es so, dass diese elite uni nicht das niveau eines MIT u.ä. erreichen wird, da die bestehenden universitäten quantitativ kein hohes niveau haben weder die absolventen noch die professoren.
d.h. es gibt eine lücke zwischen uni und elite uni, die gefüllt werden sollte, was auch passieren wird, aber vermutlich mit irgendwelchen importierten/eingebürgerten leuten (wie im fußball), denn es werden sicher nicht DIE supertollen profs aus harvard u.ä. sagen: "super, dass ich das angebot aus österreich bekommen hab, weil in harvard zahlen's eh so schlecht."
...und ich spreche nicht nur von professoren - was uns letztlich bleibt ist der standort und sonst nicht viel.
ich will damit nicht sagen, dass die unis in österreich nichts wert sind, denn so ist es nicht, sonst würden nicht so viele leute hier studieren (mich eingeschlossen), aber eine elite uni aufzustellen ist noch zu "früh".
ich denke es wäre sinnvoller das grundniveau bestimmter bereits bestehender unis zu heben sei es boku, tu, medizin was auch immer... um dann freiwerdende professorenposten mit topausgebildeten "eigenbauleuten" zu besetzen.
bis zuletzt das gesamtniveau angehoben wird, auch in der schule.
The Door
02.02.2006, 23:23
Immerhin... "U4 bis hier" könnte allmählich eine über den Wahlkampf hinausgehende Relevanz erreichen...
Osterhasi
03.02.2006, 14:56
das wird dann sicher sehr praktisch wenn endlich amal die öffentlichen verbindungen nach kierling besser gehen. vielleicht sogar der letzte bus etwas später...?
aber was passiert eigentlich mit der donauklinik? das wird alles nach tulln verlegt, oder?
The Door
03.02.2006, 15:10
aber was passiert eigentlich mit der donauklinik? das wird alles nach tulln verlegt, oder?So isses... Es ist, um präzis zu sein, sogar schon eine work in progress, abgeschlossen 2007 (nach Plan).
Ein Umstand, der mich schon weit weniger erfreut. Dann dürfen wir im Rot-Kreuz-Dienst nämlich immer mit den halbhinichen Schlaganfallern bis nach Tulln blasen...:homer:
Cannibal
03.02.2006, 15:37
halbhinichen Schlaganfallern
Gut zu wissen, mit welcher Empathie Rot Kreuz-Leute an die Tat schreiten...;)
das wird dann sicher sehr praktisch wenn endlich amal die öffentlichen verbindungen nach kierling besser gehen. vielleicht sogar der letzte bus etwas später...?
Die Tatsachen ins Auge gefaßt. JA, auch eine Elite zieht einen schnöden Schleier hinterher.
florianklachl
05.02.2006, 14:17
der erste nicht gering zu schätzende spin-off: kürzere busintervalle zw gugging und heiligenstadt :thumbsu:
Kritik an der Standortentscheidung für Gugging kam dagegen von der Molekularbiologin und Wissenschafterin des Jahres 2002 Renee Schroeder: "Die Leute in der Pampa zu isolieren, ist nicht gut. Das bringt nicht die Elite, die man haben will." An diesen Ort würden keine guten Wissenschafter kommen, meint sie; diese brauche man aber, damit weitere gute folgen. Wolle man "genial-autistische Forscher (!), die nicht kommunizieren können", sei Gugging dagegen ideal.
Von einem "großen Augenblick" und "historischen Tag" für die Reputation Klosterneuburgs sprach Bürgermeister Gottfried Schuh (ÖVP) in Reaktion auf die Entscheidung für Maria Gugging. Er habe Bildungsministerin Gehrer und Landeshauptmann Erwin Pröll bereits gedankt, sagte Schuh zur APA.
Ich erwarte aber gerade von einem genialen Elite-Forscher, dass er in der Lage ist, den Bus benutzen zu können, sollte er in Gugging sozial zu kurz kommen
florianklachl
05.02.2006, 19:01
eigtl war eh von anfang an klar, dass aus der eliteuni in österreich nur eine eliterluni werden kann. dass sie gleich von anfang an von allen niedergemacht wird, sowieso.
bin aber, nicht nur aus lokalpatriotischen gründen, dafür, dass sie kommt. je mehr dynamik auf den unis desto besser.
also sehr beliebt ist gugging nicht.. :
http://orf.at/060206-96249/gugging_zeilinger_haus_2q_a.jpg
Glaubts bringen wir da in einem Nebentrakt
das OISS unter?
Das wär doch mal was.
Kann man ja meiner Meinung nach definitiv
unter "Advanced Studies" klassifizieren.
Dann heißt vielleicht mal in Akademikerkreisen:
"Huui. Der Dr. Litschauer, der hat was am Kasten.
Der hat ein Postdoc am OISS in Gugging gemacht"
:D
Der Name wird ev. Wittgenstein Uni sein.
http://noe.orf.at/stories/88879/
schon leiwand irgendwie.
ich stell mir grad vor, wie ein in gugging rehabilitierter, jetz als student wieder dort hinkommt, und bei der campuseinführung zum prof sagt, "jojo, i kenn mi do eh aus"..
The Door
10.02.2006, 18:37
Irgendwo hab ich aufgeschnappt:
Jetzt sieht man einmal, wie nah Genie und Wahnsinn beieinander liegen... :D
bist deppat, literatur aus (über!) klosterneuburg im standard:
http://derstandard.at/?url=/?id=2338316
Sie sind todesähnlich, die Klosterneuburger, unbeweglich und tot.
"Hier wird nur gestorben, geschlafen und – geschissen!" sagt meine Frau, die als Luxemburgerin ein wenig direkt ist, "aber geboren und gelebt wird in Wien"
wenn man das liest meint man fast, wir würden in Silent Hill leben :)
kennt man den? skallgasse? wo is die?
greetz
Cannibal
11.02.2006, 09:01
Unsere Skallgasse haben sie zur Spielstraße gemacht
hmmm, ich weiss wo das ist..........
Cannibal
11.02.2006, 09:04
Das! ;)
Cannibal
11.02.2006, 09:06
Wär mir aber noch nicht aufgefallen, dass unsere Äpfel nach Diesel schmecken und unsere Nadelzweige von Ruß bedeckt sind...aber vielleicht gibt es da ein arges Gefälle zur Skallgasse hin....
Cannibal
11.02.2006, 09:16
Aber er hat schon recht, das wahre Leben findet doch vielmehr z.B. im 10. oder 15. Wiener Gemeindebezirk statt, da sind die Leute durchwegs nur positiv eingestellt und die Lebensqualität wird durch die vielen Grünflächen und den wenigen Verkehr ins Unermessliche gesteigert....Immer wenn ich durch die schönsten Gegenden Wiens,z.B. auch unterer Gürtelbereich fahre, sehe ich spielende Kinder soweit das Auge reicht, hin und wieder, wenn man Glück hat, sieht man auch ein Rehkitz über die zweitweise vierspurige Gürtelfahrbahn huschen. Und nachts erfreuen sich die tüchtigen Geschäftsleute am Strassenrand der Schreie eines Käuzchens...
...immer gleich in die offene Schublade springen....
Kann's sein dass das dein Nachbar ist, dieser Prof.? Im google findet man zu dem Namen nur Einträge zu einem bekannten Physiker.
Cannibal
11.02.2006, 09:21
Du bist ein Koffer....
...immer gleich in die offene Schublade springen....
Erstens: mäßige dich.
Zweitens: was soll das heissen? Auf einen zynischen Artikel darf man wohl doch in eben dergleichen Weise antworten.
Drittens: Nein, bei mir direkt nix Skallgase(wie du wissen solltest) und der Prof. heisst anders.
aber das ist die gleich unter dir oder? Dort wo an der ecke die freundin des kite-surfers wohnt ;-)
D.h. heisst es hätt schon sein können das er neben dir wohnt, die skallgasse aber schöner findet und sich deshalb damit identifiziert. So wie du dich bemüssigt fühlst als gebürtiger Wiener Klosterneuburg zu verteidigen.:schlumpf:
Cannibal
11.02.2006, 09:30
Nein, das wollte ich sowieso noch sagen: was er von der Mentalität her geschrieben hat, mag vielerorts durchaus zutreffen, auch wenn ich da nicht so den krassen Unterschied zu Wien sehe. Ich bin dennoch, wie gesagt, gebürtiger Wiener, und darüber nicht unglücklich. Aber die Aspekte die Lebensqualität angehend, finde ich nicht zutreffend, weil gerade das der Grund für viele ist, nach Klbg. zu ziehen, und das trotz der von ihm angeführten hohen Grundstückspreise.
@Surfer: korrekt. Könnte natürlich sein, dass er die Skallgasse schöner findet. ist ja auch ein Riesenunterschied....
Ich verteidige im Prinzip nichts, sondern lege nur dar, wo meiner Meinung nach Fehleinschätzungen getroffen wurden. Gibt ja für mich auch einiges, was mich an Kloburg stört.
Cannibal
11.02.2006, 12:46
"Ich bin der einzige Rote hier", sagt Johann Bauer, der das volle Vertrauen des "schwarzen" Bürgermeisters von Klosterneuburg genießt und diesen in der Funktion des Gugginger Ortsvorstehers auch offiziell vertritt. "Dass uns jetzt ausgerechnet die Wiener SPÖ den Unistandort wieder streitig machen will, schmerzt." Dabei seien die Vorteile gegenüber der Großstadt offensichtlich. "Die Lebensqualität hier ist einmalig", sagt er, der selbst vor Jahren Wien den Rücken kehrte und mitsamt Familie in den Wienerwald zog.
Für seinen Wohnort hat Bauer auch schon eine passende Werbestrategie parat. "Den Professor Zeilinger sollte man einmal mit dem Fiaker durch Gugging fahren, um ihm zu zeigen, welch schöne Landschaft wir hier haben."
http://www.diepresse.at/Artikel.aspx?channel=c&ressort=w&id=538501
Das mit dem "Roten" war mir neu...
Hab leicht schmunzeln müssen. Allerdings beim Lesen der Print Ausgabe.
Die Geschichte mim 26ten Bezirk ist ja sensationell.
Die Argumentation is einfach traumhaft provinziell.
Cannibal
11.02.2006, 16:57
Obwohl ich mir gerade äusserst amüsiert den Zeilinger von der Kierlinger Hauptstrasse bis zur Lourdesgrotte fahren seh, in einem Zweispänner...:D
bist deppat, literatur aus (über!) klosterneuburg im standard:
http://derstandard.at/?url=/?id=2338316
recht nette facts und in einigen pkten hat der verfasser ja ned so unrecht
aba der artikel is einfach so mühsam zum lesen, z.b die ewigen Mattauch anspielungen... :rolleyes5
Cannibal
11.02.2006, 17:35
Print Ausgabe
Die ist aber schon ident oder?
Der Presse-Lieferant hat heute zum 3. mal innerhalb der letzten Wochen nicht geschafft, die Zeitung zu liefern...:(
@Cannibal
Ist ident, ja.
@JesuZ
Wirklich guter und interessanter Artikel.
Der Mann hat sich erkundigt.
Seine süffisanten Kommentare über die Mentalität der echten Klosterneuburger sind allerdings mehr als flüssig.
Da würd ich ihm als Eingebohrener (literally), und damit Angehöriger, der sterbenden, langweiligen, intoleranten Kotzbrocken gerne mal empfehlen
seinen verwöhnten Arsch wieder nach Wien zu schieben.
Wenn er von "Weinstuben" und der Stimmung darin spricht, kommt mir schon das Kotzen. So einen Menschen sieht man maximal am Sonntag Nachmittag beim Heurigen (wenn er überhaupt weiß, dass das bei uns so heißt). Mir von ihm erklären zu lassen, wie morbid langweilig und depressiv dort alle sind... Das brauch ich echt nicht.
Wenngleich ich zugeben muss, dass seine Kritik teilweise nicht ganz unberechtigt ist.
Trotzdem: Soin sie olle zuagrasten schleichen, denen was net passt. :p
Für seinen Wohnort hat Bauer auch schon eine passende Werbestrategie parat. "Den Professor Zeilinger sollte man einmal mit dem Fiaker durch Gugging fahren, um ihm zu zeigen, welch schöne Landschaft wir hier haben."
Meiner Treu, das is ja peinlich. Wenns wahr ist, hatte Hr. B4u3r wohl noch nie Kontakt zu einem richtigen (Klischee-)Wissenschaftler. Die, die ich bisher kennen gelernt hab, finden im Zusammenhang mit der Arbeistsstätte Landschaftsbilder genau so bemerkenswert wie etwa auch Musiknoten, schöngeistigen Humor oder gewagte Architektur. Also gar nicht.
Hab leicht schmunzeln müssen.
Vor allem der Opener in der Zitierung: "Ich bin der einzige Rote hier."
Mörder! Klingt ja so vertraut, als hätt ein Kloburger den Artikel geschrieben.
:D
Wenngleich ich zugeben muss, dass seine Kritik teilweise nicht ganz unberechtigt ist.
Trotzdem: Soin sie olle zuagrasten schleichen, denen was net passt. :p
Seh ich ähnlich. Ich unterstell dem Autor, daß es sich bei ihm wohl um einen emotional recht aufgeladenen Typen handelt, der nur aufgrund diverser sozialer Mißstände in Kombination mit beinah propagandistischer Schreibwut auf so einem Text gekommen ist. So könnt ichs mir vorstellen.
Andererseits gibts ja wirklich derart intellektuelle Grantscherm, bei denen der beschriebene Zustand schon angeboren ist. Im Falle eines Künstlerdaseins sind dann Leben und Schaffen in Eingeschränktheit bestimmt, so ähnlich wie durch eine körperl. Behinderung beim Handwerker.
Für seinen Wohnort hat Bauer... Ist das schon immer noch der Vater von der C. Bauer aus unserer Klasse oder? Zumindest war der früher mal in G00ging Bezirksvorsteher.
Also den Kommentar eines Presse-Lesers find ich absolut kernig:
Zersiedelts Euch doch....
Soweit ich weiss hat die "Akademie der Wissenschaften" ihren Sitz im Süden Wiens, das "IHS" ist in Laxenburg u das WIFO im "Arsenal": Die TU ist am Karlsplatz, die WU am Franz-Josefs-Bahnhof, die Uni Wien am Schottentor. Nun ist es richtig, daß im Zeitalter des Internet "die Welt ein globales Dorf" ist. Aber letztlich funktioniert Wissenschaft auch und noch immer nach menschlichen u sozialen Gesichtspunkten u. daher gilt : "Geography matters" Eine neue Elite-Uni in einer alten Nervenheilanstalt abseits aller andren Einrichtungen GEGEN den Willen der Proponenten anzusiedeln weill irgendwer das will - das ist zumindest ein besch. Start. Die Uni nach Wittgenstein zu benennen der immer im Ausland gelehrt hat u. schon seine Gründe gehabt hat um in Cambridge zu lehren u nicht in Österreich ist entweder ignorant oder mutig...
80%.
Wissenschaft kann man nicht aufforsten, wenn dabei auf die Biologie vergessen wird. Ob aber jetzt die Zersiedelung so ein großes Problem sein wird, muß abgewartet werden. Die Spielarten wissenschaftlicher Arbeit wandeln sich mMn in letzter Zeit ziemlich.
Soweit ich weiss hat die "Akademie der Wissenschaften" ihren Sitz im Süden Wiens, das "IHS" ist in Laxenburg u das WIFO im "Arsenal": Die TU ist am Karlsplatz, die WU am Franz-Josefs-Bahnhof, die Uni Wien am Schottentor
Ich find den gar nicht so schlau, denn nur weil eine Bundesländergrenze dazwischen liegt ist der Abstand nicht unbedingt größer. So bin ich von der WU z.b. ca. doppelt so schnell in Gugging als am Flugfeld Aspern, ungefähr gleichschnell im Arsenal oder auf der TU. Eben wegen der Franz-Josefsbahn. Und da ja auch die Infrastruktur hier verbessert wird, was innerstädtisch sicher nicht geschehen wäre, wird die Zeit noch kürzer werden.
Aber gut, wenn man will findet man immer was dagegen. Was die angesprochenen "Proponenten" dazu motiviert dagegen zu stimmen sei dahingestellt, in Wahrheit sind es jedoch keine Infrastruktur-Planer oder ähnliches, sondern Fachidioten. Und deshalb sollten sie zu dieser Entscheidung eigtl. nichts zu sagen haben.
Meine Meinung. Auf oatz.net und nicht in der presse.
Da geb ich dem zobi recht.
Ich finde das alles ziemlich peinlich.
Zuerst unterschreiben alle ein Strategiepapier.
Dann kommt der Druck von den Roten aus Wien und dann Bund
und HUUUIIII. Dann scheißen sich alle an.
Fakt ist, dass die Uni JETZT enstehen muss, sonst gibts keinen
einzigen EUR Fördergeld von der EU.
Am Flugfeld Asparn ist jetzt eine große Wiesn und sonst nix.
Bissl Pragmatismus muss ich bei aller Liebe zur idealen Entwicklung
der Scientific Community in Österreich dann doch einfordern.
Gut, abgesehen vom Standort, ist mir einfach noch nicht ganz klar, welchen Zweck die ganze Institution überhaupt erfüllen soll.
Und auch wenn ich kein Insider bei dem ganzen Projekt bin, bezweifel ich jetzt einmal ausm Bauch heraus, daß die Infrastruktur einer Stadt, die bis dato nix mit Wissenschaft am Hut hatte, besser sein soll, als die jener mit wissenschaftlichen Institutionen im Umfeld/vertrauten Namen/bestehenden Verkehrswegen.
Aber ja, mit viel Liebe und Kohle läßt sich überall was ausm Boden stampfen. Ich denk mir halt es ginge anderswo einfacher und günstiger. Dort hätte man womöglich auch Zeilingers oder anderer hochdotierter Wissenschaftler Liebe sicher. Ich bin nämlich der Ansicht, daß die einen ganz wesentlichen Einfluß haben wird auf das ganze. Es macht einen Unterschied, ob man einfach "nur arbeiten geht" oder für eine Sache Feuer fängt.
Wenn in der neuen Uni Wissenschaft auf elitärem Niveau betrieben werden soll, denk ich mir, es müßte halt an Rahmenbedingungen alles passen. Weil wie schon ein paar andere da im Thread vorher bemerkt haben, ist ja Konkurrenz bereits vorhanden.
Was ich am wenigsten verstehe, ist aber der schon so oft gescheiterte Approach: Wir setzen uns in ein altes Nest und stopfen Jahrzehnte-lang rundherum die Löcher, bis es uns zu blöd wird und wir ein anderes Nest aufsuchen. Siehe TU.
Da kommt mir zB die Methode a la FH Joanneum angebrachter vor: Gut bezahlte Forschungsaufträge von vornherein annehmen (natürlich nicht holladaroh, wie das hier jetzt so klingt, sondern rechtlich gut abgesichert), fremdfinanzieren, Neubau, Hardware-Kosten auslagern, ...schließlich einfach machen und keine Abstriche beim Material machen müssen.
EDIT: Damit man meine Haltung nicht falsch versteht: Ich finds leiwand, daß es die Eliteuni nach Gugging schafft.
Ich seh halt nur schwarz, daß das Ding wirklich Furore machen wird.
Cannibal
12.02.2006, 17:59
Einer der Beweggründe ist ja vor allem, Österreichische Forscher, wleche sich im Exil befinden, wieder nach Österreich und mit ihnen Unternehmen zu locken. Deswegen gibt es jetzt diese Grabenkämpfe, da geht's nicht um die Reputation oder die tolle Umgebung sondern ganz einfach um logistische Gründe. St. Marx und auch Aspern würden beide über eine hervorragende Abindung an Autobahnen verfügen, womit das für Firmen und deren Warentransport viel ineressanter wäre als in Gugging.
...ganz einfach um logistische Gründe. St. Marx und auch Aspern würden beide über eine hervorragende Abindung an Autobahnen verfügen, womit das für Firmen und deren Warentransport viel ineressanter wäre als in Gugging. Ich halte das für absoluten Blödsinn. Keine Uni ist auf logistische Anbindung Warentransport angewiesen. Wo ist denn die Autobahn bei der TU oder WU? Und warum sollte eine Uni auf Warentransport angewiesen sein. Irgendwas.:cat:
Cannibal
12.02.2006, 19:10
wlkikiv...Ich rede ja von den erhofften Unternehmen, die sich im Kometenschweif der Eliteinstitution ansiedeln sollen...:homer:
Einer der Beweggründe ist ja vor allem, Österreichische Forscher, wleche sich im Exil befinden, wieder nach Österreich und mit ihnen Unternehmen zu locken Wer sagt dir dass die Unternehmen neben der Uni sein müssen? Und woher nimmst du überhaupt dieses Hintergrundwissen? Blödsinn...
Cannibal
12.02.2006, 20:48
Das führen doch die Gugging-Kritiker selbst an, dass der Standort für die wirtschaftliche Ansiedelung nicht ideal ist. Das ist doch keine Erfindung von mir!
Der ganze Wissenschaftsboom ist nur darauf zurückzuführen, Österreich und insbesondere Wien als Standort für neue wirtschaftliche Sparten attraktiver zu machen. Dafür braucht es allerdings ein gutes Image. In letzter Zeit ging z.B. die Causa Baxter durch die Medien, Josef P3nninger, ein sehr renommierter Molekularbiologe wurde aus den USA nach Wien zurückgeholt, um hier die Leitung eines Institues zu übernehmen usw..
Glaubt ihr, dass NÖ 180 Mio. Euro einfach so und ohne wirtschaftliche Hintergedanken bereitstellt? Von den Studiengebühren werden sie die Investitionen nicht decken können...
Da hat der Cannibal aber schon recht
Die Elite-Uni hat unter anderem das Ziel dass sich Spin-offs entwickeln die direkt neben der Uni angesiedelt werden sollen. (Das war auch ein Kriterium, das der externe Berater untersucht hat. und Gugging war da ganz schlecht)
Lustig fand ichs wie der Erwin in der ZIB gsagt hat das ja eh so viel Platz vorhanden ist (30 Hektar oder so, also nix).
die gehören aber Privaten und dem Stift. Also stehen diese Flächen nicht zur Verfügung.
DIe Erreichbarkeit von Gugging is sicher auch nicht so gut wie die von Aspern (bis dorthin wird 2009 die U2 verlängert) also ist man von jeder Uni in maximal 25. min da.
Und FJB-Bahn kann man meiner Meinung nach nicht mit U-Bahn nicht vergleichen, weil die eine alle 2-5 min fährt und die andere alle 30 min.
Außerdem muss man nach Gugging drei mal Umsteigen wenn man von der TU fährt.
Was ich auch nicht versteh is dass anscheinend niemand, weder die Medien, Ministerium, [OATZ] registriert, dass der Umbau des Gebäudes seehhr viel Geld verschlingen wird. Allein was da in die HAustechnik investiert werden muss dass nur die gesetzlichen Bestimmungen für Laborgebäude erfüllt werden.
Selbst dann kann man aber von einem maßgescheiderten Gebäude in dem Spitzenforschung unter Umständen möglich ist nicht sprechen, weil das Raumkonzept dem eines Krankenhauses entspricht.
Tschuldigung, ich werfs jetzt niemanden vor. Aber ich find das so geil, wenn immer alle das Zeitungsvokabular ganz unwillkürlich übernehmen.
Spin-off, hihi.
Aber alles toppt der Erdrutschsieg.
Selbst dann kann man aber von einem maßgescheiderten Gebäude in dem Spitzenforschung unter Umständen möglich ist nicht sprechen, weil das Raumkonzept dem eines Krankenhauses entspricht.
Wobei, ich glaub schon, daß es da sogar architektonische Parallelen geben könnte.
Cannibal
13.02.2006, 14:11
http://www.kurier.at/chronik/1266019.php
:rofl:
EDIT:Fehlt nur noch die Blasmusik...
Oh mein Gott, wie provinziell ...
sehr geil. Feuerwehrkommandant und Dorfpolizist, allesamt dabei. Sehr sehr erbärmlich.
Der Landeshauptmann, der sich mit seinem Wiener Amtskollegen Michael Häupl um den Uni-Standort gematcht hatte, rechnet zudem mit einem weltweiten Imagegewinn: "Rund um Maria Gugging werden sich die besten Firmen ansiedeln. Zur Stunde lässt sich noch gar nicht abschätzen, was diese Entscheidung für unser Land bedeutet."
Soviel zu deinem Thema canni. Da machen sich gscheidere Leut' Gedanken drüber, du bleib auf deiner medizinuni mit de deutsch'n....
Cannibal
13.02.2006, 15:29
Leidest du an geistiger Umnachtung oder so?
If yes: lies dir noch einmal unsere letzte Meinungsverschieddenheit in diesem Thread durch...
Du hast mich nicht ganz verstanden. Dieser Artikel gibt dir zwar recht in dem punkt, dass eine Uni Firmen anzieht, aber er sagt auch dass es sehr wohl in Gugging geschehen kann, zumindest nach Prölls Meinung.
Aber egal, c u @ Elchtest :)
Ich glaub das war bewusst ironisch gemeint vom zobi. eben weil die "rustikaleren" Bürger Klosterneuburgs genau so denken (vermute ich jetzt mal).
Das Projekt "Elite Uni" ist für mich ehrlich gesagt völlig uninteressant, weil ich (wie auch so manch anderer hier glaub ich) eine generelle Sanierung der bereits bestehenden Bildungseinrichtung für wesentlich sinnvoller halte. Es ist ja so, dass im Prinzip heute jeder Depp an eine Uni oder ein College etc. gehen kann (und das tun ja auch sehr viele) - ACHTUNG, ich verarsche damit sogar mich! - und sowas im Prinzip wirklich nix besonderes is (auch wenn man damit die Omi beeindrucken kann). Da sollte eher mal angesetzt werden. Vielleicht etwas mehr Praxis in gewissen Studien + teilweise härtere Maßnahmen + Gelder an den richtigen Stellen und man hätte meiner Meinung nach schon Einiges gewonnen.
Aber es muss ja dann eine Elite Uni sein, in Gugging, für 300 Leut......während in Wien 5000 Publizisten gezüchtet werden, die keiner braucht. Und das ist nur ein Beispiel
Die Gugginger Platzhirschen wissen, wie man im Word die Schriftart groß einstellt. Rührend. Peinlicher gehts echt nimma, und ich hab glaubt, der Sch00h hat an Aussetzer ghabt.
Sofern die Elite-Uni funktionieren wird, hat sie eine Daseinsberechtigung. Auch wenn manchen (oldschool-Studenten) das Wort Elite zuwider is: Die gibts sowieso irgendwo. In einer "unabhängigen" Forschungsstätte ist sie mir sympathischer als im Forschungsabteil einer Firma.
Ich kann mir aber immer noch nicht vorstellen, daß die Rechnung aufgeht. Vor allem: Was wurde alles gerechnet und von wem? Zu gern würd ich eine Aufschlüsselung der 500 Mio. € sehen, einfach aus Interesse.
Und ich halte nüsse davon, daß sich irgendwelche Industriebauten auf Plöcking und Hadersfelder Gründen hinpflanzen. Auch möcht ich meinen, ebenes Gelände ist geeigneter --> In Gugging spärlich vorhanden, in den angrenzenden Hintersdorfer/Kierlinger/Hadersfelder Gegenden auch.
BTW: Die Kommentare auf der Kurierseite sin Mörder. Ich würd sagen, schön langsam zockt der Kurier der Krone das Publikum ab...
Cannibal
13.02.2006, 19:23
Natürlich ist das Grundproblem, dass es zu viele Studienrichtungen gibt, die vom wirtschafltichen Stanpunkt her nicht die Menge an Steuergeldern zurückgeben können, die ihrer Erhaltung bedarf. Aber wenn wir so denken, dann dürfte es nur noch ökonomisch-sinnvolle Studienrichtungen geben. Das ist vom kulturellen Standpunkt her aus meiner Sicht nicht anzustreben.
Aber, @Hannes, wie soll man dem entgegenwirken, dass es z.B. zu viele Publizisten gibt, die ja in dem Ausmaß wirklich niemand braucht? Numerus clausus? Halte ich nicht für optimal. Höhere Studiengebühren? Wäre gesellschaftlich mindergestellten ungerecht. Und wenn man die Aufnahmerate erniedrigt, sinkt erstens die sehr niedrige österreichische Akademikerrate noch mehr, und ausserdem, was soll mit den Leuten passieren? Es gibt zu wenig Lehrlingsstellen und ohnehin schon zu viele Arbeitslose.
Das sind alles Probleme, die man nicht von heute auf morgen sanieren kann, und für die man weitaus mehr Kapazitäten benötigt, als in diese Eliteuni investiert werden sollen. Was soll man mit 500 Mio. Euro machen?
Allein für eine Komplettierung des AKH z.B. werden vom Bund und der Stadt Wien ungefähr 1,3 Milliarden Euro aufgewandt(http://derstandard.at/?url=/?id=2070265). Dagegen sind die Eliteuni-Investitionen ein Witz, wenn man das AKH nun ebenfalls als akademische Lehranstalt sieht. Und dass der Bund nicht Milliarden für unnötige Spielereien tätigt, ist doch eher anzunehmen, da die Einigung über KHG gelaufen ist, der von Finanzen doch einiges versteht. (Aber das ist meine Laienmeinung)
Also, an der Eliteuni wird es nicht liegen, dass unser gesamtes Bildungssystem vollends den Bach runtergeht.
Aber wie du, glaube ich, aus eigener Erfahrung weisst, ist es nun einmal für junge Leute schwer, den richtigen Bildungsweg einzuschlagen, woher soll man denn auch wissen, was einem liegt, was einem zusagt.
Man muss da VOR den Hochschulen reformieren, die AHS müssten schon weitaus spezialisierter bzw. berufsorientierter aufgezogen werden, und natürlich strenger.
Und auch vor dem Einstieg in die Mittelschule müsste man ideale Ausbildungswege festlegen können. Da liegt nämlich die Problematik, dass annähernd jeder es mit Minimalaufwand in die 8. Klasse und dann wahrscheinlich auch die Matura schafft.
Daher kommt das Uni-Dilemma, dass es einfach zu viele Studienberechtigte gibt.
Da der rest eher wirres zeug ist:
Was soll man mit 500 Mio. Euro machen?
Die Frage kann ich dir beantworten:
www.ussubs.com (http://www.ussubs.com)
Cannibal
13.02.2006, 20:28
www.ussubs.com
Und tauch möglichst nie mehr auf...:cat:
Natürlich ist das Grundproblem, dass es zu viele Studienrichtungen gibt, die vom wirtschafltichen Stanpunkt her nicht die Menge an Steuergeldern zurückgeben können, die ihrer Erhaltung bedarf. Aber wenn wir so denken, dann dürfte es nur noch ökonomisch-sinnvolle Studienrichtungen geben. Das ist vom kulturellen Standpunkt her aus meiner Sicht nicht anzustreben.
Ökonomisch sinnvoll ist alles, was man als "volkswirtschaftlich von Interesse" klassifizieren kann.
Somit auch traditionell nicht zu den Konjunkturmotoren zählenden GEWIs :)
Cannibal
13.02.2006, 20:36
Wie schmeckt ein "GEWI"? ;)
ojeoje, sogar die verwandten von wittgenstein selbst sind dagegen..
"laufen gegen den namensmißbrauch sturm.."
http://derstandard.at/?url=/?id=2342917
Die geplante Elite-Uni soll doch nicht "Wittgenstein Institute of Technology" heißen.
http://science.orf.at/science/news/143438
Musste ich gleich kommentieren...
Diese Akronymbastler sind das Letzte.
Ich schäme mich, solche Idioten in meinem Land zu haben.
**************************************************
* Es gibt folgende TUWIS++ Systeminformation(en) *
**************************************************
==================================
Nr. 91355 vom 2006-03-13
Betreff: Infos des Rektorats: Standort
Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen!
Universitäten und Standort sind zur Zeit ein großes Thema: die
Wirtschaftsuniversität will einen Neubau, die Universität für
Bodenkultur will Teile nach Tulln übersiedeln (ein Angebot, das
auch an die TU herangetragen wurde), die "Elite-Uni" kommt nach
Gugging.
Auch an der TU gibt es Handlungsbedarf: die Fakultät für
Technische Chemie leidet unter der teilweise schlechten
Bausubstanz und Teile sind seit dem Abriss des Lehartrakts in der
Veterinärmedizin ausgelagert. Die Standortsuche für die stark
dislozierte Fakultät für Maschinenwesen und
Betriebswissenschaften geht bis 1916 zurück. Die Großlabors auf
den Aspang-Gründen müssen eventuell dem Euro-Gate-Projekt
weichen.
Um diese Probleme zu lösen gibt es nach heutigem Stand zwei
"Königswege". Der eine lautet: Am Standort verdichten und
konzentrieren sowie ein naheliegender Neubau für Großlabors
("ScienceCity"). Der andere: Neubau der TU am Flugfeld Aspern.
Zur Zeit läßt das Rektorat die erstgenannte Variante ausarbeiten.
Hierfür stehen Mittel aus der Generalsanierung für die
Universitäten zur Verfügung. Damit könnten der Lehartrakt neu
gebaut und weitere Sanierungs- und Bauarbeiten finanziert werden.
In der Folge wäre das Chemiehochhaus zu sanieren und es müssen
Neubauten am Getreidemarkt erfolgen. In der "ScienceCity" sollen
die Großlabors der Aspang-Gründe und ähnliche, zur Zeit
dislozierte, Labors konzentriert werden. Hierfür gilt es noch
einen geeigneten - ausreichend großen und in der Nähe
befindlichen - Standort zu finden. Die Arbeiten an dieser
Variante werden bis Mitte des Jahres dauern.
Die Alternative hierzu ist ein etappenweiser Neubau der TU am
Flugfeld Aspern. Hierzu liegt ein konkretes Angebot der
Projektentwicklungsgesellschaft (die je zur Hälfte aus der
Bundesimmobiliengesellschaft und dem Wiener
Wirtschaftsförderungsfonds zusammengesetzt ist) vor. Am Flugfeld
ist genügend Platz, entsprechende Infrastruktur ist projektiert
(inkl. Technologiezentrum, Studierendenwohnungen usw.), die
Verkehrsanbindung in Arbeit (die U2 soll 2012 fertiggestellt
werden).
Das Rektorat wird beide Varianten bis zur Entscheidungsreife
planen bzw. ausverhandeln, damit TU-intern auf Basis jeweils
realisierbarer Vorschläge Vor- und Nachteile sowie Chancen und
Risken der Alternativen abgewogen werden können. Schlussendlich
liegt die Entscheidung bei der Leitung. Gemäß den Gepflogenheiten
des Rektorats wird das weder eine "einsame", noch eine
"basisdemokratische" Entscheidung.
Mit kollegialen Grüßen
P3ter Skal1cky, G€rhard Sch1mak, Fran2 G. Ra|\/||\/|erstorfer und H4n5
K. Ka1ser
************************************************** ******
P.S. (Brett): Ich bin ja sehr gspannt, was davon wirklich kommen wird und in welcher Ausprägung. Wenn die einmal was mit Konsequenz durchziehn würden...
Neubau! Und das, wo permanent überall saniert wird. Das alte EI oder auch das Chemiehochhaus wird dann womöglich gleichzeitig saniert und abgerissen ;-)
omg, Grent, kannst dich noch erinnern, auf der TU in dem informatikergebäude warn doch bei den Türen immer so weiße schilder mit schwarzen zeichen drauf, und das hat der eine mitentwickelt, mit dem ich beim heer war.. jetz steht ein artikel auf orf.at drüber.. :eek:
http://futurezone.orf.at/it/stories/96721/
http://www.dieuniversitaet-online.at/typo3temp/pics/b5c4b4e922.jpg
Wie kommen die mit 529 Bit auf 2,5 kbyte? Verwendet wohl keine Ascii-Zeichen, das Ding.
omg, Grent, kannst dich noch erinnern, auf der TU in dem informatikergebäude warn doch bei den Türen immer so weiße schilder mit schwarzen zeichen drauf
Das fand ich ziemlich leiwand.
Wie kommen die mit 529 Bit auf 2,5 kbyte? Verwendet wohl keine Ascii-Zeichen, das Ding.
Weiß da noch immer keiner eine Antwort drauf? Müssma den mastastefant wohl ins Boot holen...
Osterhasi
08.03.2008, 09:17
Der Brett gräbt lauter alte Threads aus.
Ist ihm fad?
Der Brett gräbt lauter alte Threads aus.
Ist ihm fad?
Ja genau!
Er soll mal ein bisschen braver sein.
:cat:
Osterhasi
08.03.2008, 17:12
Das ist mir zu hoch.
rehabilitierter
Was für ein geiler Wortwitz!!!
Osterhasi
08.03.2008, 17:30
Also wieso soll er denn jetzt braver sein?
das war eine Anspielung auf seine Majestät Robert Heinrich I
Osterhasi
08.03.2008, 17:40
Okeeeeej... Alles klar....
das war eine Anspielung auf seine Majestät Robert Heinrich I
Hast an Rausch?
Mir mangelts auch an Checkung.
Osterhasi
08.03.2008, 18:24
Ja, er hat noch an Rausch, beichtet er mir gerade ;)
Osterhasi
08.03.2008, 19:35
Er hat auch versucht mir die Anspielung zu erklären... :)
Osterhasi
08.03.2008, 19:57
Nein, wohl eher "in dem Zustand, ts, ts, ts"
http://www.ist-austria.ac.at/de/Page1.aspx
Homepage des neuen IST in Gugging, sieht eigtl relativ scheisse aus
mich würds eigentlich viel mehr interessieren wies in den gebäuden ausschaut...
Naja, die Seite is ok. Erinnert aber eher an das klassische Web 2.0 Blog-Design. Also eher wie eine private Seite und nicht wie die einer Universität.
@Gebäude: Stimmt. Wann solls genau fertig sein?
Grüße von der Wiener Elite-Uni :cat: :rofl:
danke fürs archivieren :D
Am kommenden Montag ist in Gugging großer Mulatság (http://www.ist-austria.ac.at/index.php?id=20&tx_ttnews[tt_news]=19&tx_ttnews[backPid]=21&cHash=64fdf363a2)!
P.S.: Die Website ist jetzt leider deutlich schircher als vorher, dafür übersichtlicher. :cat:
Cannibal
03.11.2009, 10:04
http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/519054/index.do?_vl_backlink=/home/bildung/universitaet/516801/index.do&direct=516801
Im zweiten Teil des Artikels geht es um das bekannte Shanghai-Uni-Ranking, mit Grafik. Unter den Top 500 finden sich 7 österreichische Unis, unter den Top 100 keine einzige, die beste österreichische ist die Uni Wien.
Jedes Jahr bin ich aufs Neue erstaunt, weil ich mir immer denke, die TU Wien gilt als beste Universität in Ö.
masta_stefant
03.11.2009, 14:59
Diese Rankings basieren allerdings alle in erster Linie auf der Anzahl der Publikationen .. Da ist die Uni Wien wohl einfach größer. Und mit der Qualität der Lehre haben diese Rankings allesamt nix zu tun. Ich schätze, da würden wir v.a. bei den Master-Studien nicht einen einzigen Platz in den Top-500 haben.
Ahja, und in dem Artikel zeigt sich auch schon das Hauptproblem: Aussage "Wir wollen einen höheren Akademikeranteil.". Als Folge aus der Forderung muss ja quasi die Qualität bzw. das Niveau sinken, damit mehr durchkommen. Das erleb ich grad hautnah mit.
An den Top-Unis gehts allerdings auch ein bissl anders zu in der Lehre.. :)
Die Alternative, einen gscheiten, abgestimmten Studienplan hinzustellen, der von Anfang an im Bakk bereits ordentlich anzaht, statt 3 Jahre Einführungsveranstaltungen und Softskills, sowie gscheite Übungen dazu und eine ordentliche Betreuung, das wirds wohl hier organisatorisch nicht spielen und dazu brauchts einfach mehr Geld.
Und aus Erfahrung weiß ich, dass einfach grad in Gruppen-Übungen, aber auch bei Prüfungen um Größenordnungen mehr weitergeht, wenn man nicht mit lauter Nichtskönner in einer Gruppe sitzt (ich hab an Tinitus am aug, ich seh nur Pfeifen .. :) ).
Ich halt überhaupt nix von Studieneingangsbeschränkungen (ich wär wahrscheinlich nach 4 Jahren in der AHS nie Mathe lernen und dem "Informatik"-Wahlwach da nie durchgekommen ..), und diese Studieneingangsphase find ich auch ziemlich zweifelhaft (wenn man da z.b. in Mathe wen wie den Baron hat und dann 2-3 VOs bzw. UEs verhaut, kann man im schlimmsten Fall praktisch ein Jahr verlieren). Allerdings die Anforderungen in den VOs so weit zu senken, dass wirklich jeder mitkommt, das ist kompletter Käse, ist aber wohl das direkte Ergebnis von dem Versuch, möglichst wenig Studienabbrecher zu haben.
Was ich allerdings nicht versteh ist, dass bei uns zumindest in der Informatik praktisch überhaupt keine VOs vorrausgesetzt werden, da traun sich Profs einfach nicht drüber, einfach zu sagen, das Wissen wird vorrausgesetzt und aus (man kanns ja einfach vorraussetzen, ohne zu forcieren, dass man die VO positiv hat, und wenn wer das wissen net hat, dann ists sein Problem, find ich). Liegt allerdings teilweise auch daran, dass bei uns alle 2 Jahre regelmäßig der Studienplan umgebaut wird, damit sitzt praktisch immer irgendwer in den VOs, der eine beliebige VO nicht als Pflicht hat.
Cannibal
03.11.2009, 15:29
Und mit der Qualität der Lehre haben diese Rankings allesamt nix zu tun.
Würde ich nicht sagen, da die Tätigkeit der Alumni (Auszeichnungen) und die Qualität des Personals, also der Lehrenden (ebenfalls Auszeichnungen und Zitationen) bewertet werden.
(ich hab an Tinitus am aug, ich seh nur Pfeifen .. :) )
:rofl:
Mörder.
Ich hab Gruppenübungen an der Musikwissenschaft dermaßen gehasst ... weil am Ende eh immer alles ich hab machen müssen.
Würde ich nicht sagen, da die Tätigkeit der Alumni (Auszeichnungen) und die Qualität des Personals, also der Lehrenden (ebenfalls Auszeichnungen und Zitationen) bewertet werden.
seh nicht inwiefern da der der Einfluss auf die Lehre gegeben sein soll, für Lehre gibt's keine Auszeichnungen oder Zitate. und ein guter Forscher muss noch lang kein guter Lektor sein, tendenziell eher umgekehrt denk ich. Die Erfolge der alumni sind auch so ne Sache, da grad im amerikanischen Raum die Netzwerke da extrem viel Einfluss haben, und natürlich bekommen die Leute die dadurch erst auf diese Elite Unis gekommen sind auch dadurch dann wieder besser bezahlte/gestellte Jobs...
Cannibal
03.11.2009, 16:27
Ich habe jetzt einmal unterstellt, dass nachvollziehbar ist, dass mit Auszeichnungen und Zitationen die wissenschaftliche Arbeit des Personals einer Uni und nicht "beliebtester Lehrer" gemeint ist. (Btw. an der Meduni gibts es sehr wohl die Verleihung des Teachers of the month, auch wenn ich das jetzt natürlich aus mehreren Gründen nicht in's argumentative Feld führe...)
Aber grundsätzlich finde ich auch den Ansatz erstrebenswerter, mich bspw. von einem Nobelpreisträger unterrichten zu lassen. Wie du auf die Idee kommst, dass wissenschaftlicher Erfolg didaktische Fähigkeiten konterkariert ist mir schleierhaft (oder ist das jetzt das Klischee vom zerstreuten Professor, der schon seit Tagen kein Sonnenlicht gesehen hat und im Laboratorium neben den brodelnden Glaskolben schläft?).
Ich halt überhaupt nix von Studieneingangsbeschränkungen (ich wär wahrscheinlich nach 4 Jahren in der AHS nie Mathe lernen und dem "Informatik"-Wahlwach da nie durchgekommen ..),
Also der Zulassungstest von der FH wo ich mal war, war eigentlich als reiner Intelligenztest ausgelegt - will sagen, man kann sowas schon sinnvoll durchführen und auch Leuten ohne Vorbildung gute Chancen einräumen.
Und generell gibts ja bereits Unis mit Restriktionen - man denke an Kunstunis, wo man eine Bewerbungsmappe abgeben muss, wofür sich viele allerdings mehrere Wochen Zeit nehmen (müssen) um dann auch noch nach einem 3-tägigen Verfahren vor Ort zu erfahren, dass sie zu jener Hälfte gehören, die nicht aufgenommen wird.
Also ich meine, dass es wirklich keine marktorientierten Nischen-Studiengänge an Unis braucht, ich selbst bin mit meinem breit angelegten Diplomstudium schon recht zufrieden und dafür, dass Studenten nach dem Abschluss befähigt sind, Quersprünge durch Branchen bzw. individuelle Entwicklungen vollziehen zu können - oft sind das in der Praxis dann die besten Leute!
Gleichzeitig gibt es ja mit den FHs bereits maßgeschneiderte Branchen-Studien - mancher wird damit glücklich, von mir kann ich mittlerweilen sagen, dass ich verzweifelt wäre.
Aber ich frag mich auch, wer sich da immer aller so sehr für einen "freien" Bildungszugang einsetzen muss - für Studienrichtungen, wo es ca. 20 Mal so viele Inskribenten wie potentiell nachher in der Richtung Tätige gibt, bei Dropouts jenseits der 50% ... was ist da genau die "Freiheit"? :)
Warum soll man da nicht mit einem Test vorfühlen können, wer denn gänzlich untalentiert ist? Solange solche Tests nicht auf Vorwissen bauen, finde ich sie legitim.
Um mal eine Querverbindung zu einer anderen Welt zu schaffen - wenn jemand Lehrling werden möchte, braucht er sogar unmittelbar eine Lehrstelle, damit die Sache läuft. Es stellt sich also nicht mal die Frage nach einem bösen, "kapitalistischen" Ausbildungssystem - man existiert mit einer Lehrstelle oder eben nicht.
ad Gruppenübungen - für Leute mit Hang zum Perfektionismus immer müßig. Vorteil: Die lernen als einzige was dabei :)
Ich hab mir während meiner Studienzeit oft gewünscht, dass es sowas wie eine Qualitätssicherung geben würde. Ganz so krass wie bei dir, stefant, dürfts dann auch nicht gewesen sein, aber die Streuung an Zeitaufwand/Anspruch je LVA war echt zu groß. Am schlimmsten fand ich, wenn man den Eindruck hatte, die Institute reden überhaupt nicht miteinander. Da gibts den Prof. der 2006 ein ganzes Grundlagen-Kap. voraussetzt, das schon im 2001er Studienplan nicht mehr enthalten war ... oder eben so wie bei dir die 20x durchgenommene Fourieranalyse/-synthese.
masta_stefant
03.11.2009, 16:58
Nun, das mit der Qualität der Lehre bezog sich v.a. auf diesen Shanghai-Report .. Allerdings durchaus auch auf das Groß der anderen existierenden.. Da zählt v.a. der wissenschaftliche Output. Das hat allerdings mit den Lernbedingungen, der 'Strukturiertheit' von Lehrplänen, .. nichts zu tun. Auch was Lehrende und Personal betrifft, so ist da auch oft ein - ich würd fast sagen großer - Teil an Leuten dabei, die nicht von der 'Hausuni' kommen.
Hier ein Artikel zu den Rankings (weiß aber net, wie weit 'anerkannt' die sind, habs mit bissl googlen gefunden):
http://www.topuniversities.com/articles/rankings/times-higher-education-–-qs-world-university-ranking-classification-system
Klischee vom zerstreuten Professor, der schon seit Tagen kein Sonnenlicht gesehen hat und im Laboratorium neben den brodelnden Glaskolben schläft?
Kommt nicht von ungefähr, des Klischee.
masta_stefant
03.11.2009, 17:33
Teaching wird wohl so gemessen:
Student Faculty Ratio is, at present, the only globally comparable and available indicator that has been identified to address the stated objective of evaluating teaching quality.
http://www.topuniversities.com/university-rankings/world-university-rankings/methodology/student-faculty
Ganz spannend:
http://www.topuniversities.com/university-rankings/world-university-rankings/2008/regional-rankings/europe
Hauptuni ist auf Platz 41, die TU auf Platz 100 (EU weit, von ~200 Unis, anscheinend), bzw. Platz 132 für die Hauptuni und platz 264 die TU weltweit (von wahrscheinlich so ~600-700 Unis?).
Interessant ist da sowohl die Zahlen in den Spalten dort neben den Unis (v.a. die in der 3. Spalte (Student/Faculty bei der Hauptuni :) ), als auch was dann bei den Unis steht .. die TU nippelt bei Citations/Faculty ab.
Spannend auch, wie stark die Unis da von 2007 auf 2008 in dem Ranking abgerutscht sind.. Aber das liegt vllt. daran, dass die wohl recht neu sind und da erst mehr Unis ins Ranking dazugenommen haben.
An int. Stelle 266 nach der TU ist übrigens die Saudi Arabia King Fahd University of Petroleum and Minerals :) Das IST find ich da net drin ;)
Auch interessant: bei der Hauptuni: ~52.000 Undergraduates (full time), davon 10.000 ausländische Studenten, aber nur 7.000 Graduates.
Die TU hat bei 10.000 Graduate Studenten nur 8.700 undergraduates (kommt mir komisch vor; vllt. zählen die Bakks, die nachher einen Master lt. Plan auch bei Graduate mit), die Kosten pro Jahr für Studenten (nicht pro Student) sind doppelt so hoch (730€).
masta_stefant
03.11.2009, 18:19
Man kann sich auch den Spaß machen und das mal mit den Top Unis vergleichen :)
- Hauptuni: (Platz 41 EU, 132 Worldwide overall, ~50 Arts, Natural Science, Social Science, 188 Engineering+IT)
Faculty Staff: 1900 / 1700 Full time / davon 330 international
Students: 72.000, davon 15.000 international
Kosten pro Jahr: 363€
Avg. Class Size: 16 pro Class (ohne Seminare; wohl mit großer Varianz.. :) )
PhDs letztes Jahr: 545
Graduates, die nach Abschluss weiterstudieren: 11%
Graduates, die nach Abschluss Arbeit finden: 78%
- TU: (Platz 100 EU, 264 Worldwide overall, 73 Engineering+IT, 141 Natural Science)
Faculty Staff: 1900 / davon 400 international
Students: 20.000, davon 4000 international
Kosten pro Jahr: 727€
PhDs letztes Jahr: 243
- Harvard: (Platz 1 überall außer Engineering+IT (Platz 22)
Faculty: 3800, davon 1100 internat.
Students: 30.000, davon nur 16500 fulltime (?), davon 3500 internat.
First year undergraduate: 1700
First year postgraduate: 10.100
Kosten pro Jahr: 31.500 USD (ok, der dollar ist grad schwach :) )
PhDs letztes Jahr: 560
- Oxford: (Platz 5 overall, 11 Engineering+IT, 2-3 Arts, Social, Biomedicine,..)
Faculty: 4500, davon 1700 internat.
Students: 23.600, davon 19000 fulltime, davon 5000 internat.
Kosten pro jahr: 4.200 GBP / 13.100 GBP für ausländische Studenten
PhDs letztes Jahr: 850
Graduates, die nach Abschluss weiterstudieren: 45%
Graduates, die nach Abschluss Arbeit finden: 95%
Ich glaub, für die Top 20 Unis in der Liste (Harvard für USA, Oxford UK,Australien,Kanada) sind die stellvertretend, was die Zahlen da betrifft. Eine Uni mit so vielen Studenten wie die Hauptuni muss man aber denk ich lange suchen..
- ETH Zürich (Platz 20 overall, 10 Engineering+IT, Nat. Science, ~160 Arts+Social)
Faculty: 1300 fulltime, davon 720 internat.
Students: 1400, davon 3600 internat.
Kosten pro Jahr: 810€
PhDs letztes Jahr: 572
- Tokyo: (Platz 22 overall, 6 Engineering+IT, Biomedicine, 8-16 Rest)
Faculty: 5.600
Students: 30.000, davon 3000 internat
Kosten pro Jahr: 6000 USD
PhDs letztes Jahr: 1400
Hier noch die Liste für Engineering Score:
http://www.topuniversities.com/university-rankings/world-university-rankings/2009/subject-rankings/technology
masta_stefant
03.11.2009, 18:51
Ad Brett / Zulassungsrestriktionen:
Ich mein damit v.a. das mein Notenschnitt vom ersten Jahr mit '3-4' erst später kontinuierlich gesunken ist. In meinen ersten 2 Semestern hab ich mehr Fetzn abkassiert als im gesamten restlichen Studium. :)
Studieneingangsphase und Aufnahmetest wären für mich damals glaub ich schon nicht so ohne weiters gewesen (aber gut, wer weiß). Aber vor allem, einen schlechten Tag hat jeder, da kann man sich möglicherweise viel schon gleich am Anfang versauen, bzw kann man schnell ein ganzes Jahr verlieren, wenn man wo nicht reinkommt, eine Prüfung nicht positiv geschafft hat, etc..
Allerdings find ich umgekehrt, die beste Zugangsrestriktion ist ein gscheites Niveau in den VOs gleich von Anfang an. Dann sind die meisten, dies nicht so übermäßig interessiert schon nach dem 1. Jahr wahrscheinlich weg. Derzeit sind sie erst nach 3 Jahren weg, nachdem das Bakk abgeschlossen ist. Damit mein ich allerdings gar nicht irgendwelche Knockout-Prüfungen wie z.b. Baron-Übungsstunden, oder irre aufwändige Übungen, sondern einfach, dass man z.B. gleich im 3. Sem. einfach auf dem Wissen aus den ersten 2 Sem. aufsetzt, sowie gewisse Fähigkeiten in Protokoll schreiben, Formulieren, logisch denken, .. einfach vorraussetzt. Ich weiß nicht wie das wo anders ist, aber bei uns liegt die Latte da selbst in den späteren Semestern relativ niedrig, da war ich bei Gruppenarbeiten echt erstaunt, was mir andere da abgeliefert haben, dass die je soweit gekommen sind (z.b. komplett unfähig, ein einfaches C Programm zu schreiben in der Microcontroller-LU im 4. Sem).
Der "Nachteil" daran ist halt, dass man dann im 1. Semester sehr viele Leut hat, und in der Statistik weit mehr Studienabbrecher, das ist halt von Politikern ungern gesehn. Trotzdem find ichs besser, man kommt selber nach einem Jahr drauf dass es einen nicht taugt / man nicht weiterkommt, als man wird von Anfang an gleich mit ein, zwei Tests gekickt, oder, so wie jetzt, man kommt erst nach 3-4 Jahren drauf, dass es zach wird.
Ist halt immer die Frage, ob man Leute mit dem Prüfungsmodus oder mit dem Inhalt rauseckelt.. Und diese ganzen Zugangsbeschränkungen, .. fallen für mich unter Modus, und da bin ich dagegen. Vllt. ist das in der Informatik bei uns aber einfach nur besonders schlimm, weiß nicht.
Wie gesagt, ich hab da schon einiges erlebt, grad in Gruppenarbeiten .. Ein Prof, der bei uns gemeinhin als sehr locker und gemütlich gilt, hat uns erzählt, er hat einen bei der Diplomprüfung (in der Auslauf-phase vom Dipl-Studium) zweimal durchfallen lassen, beim ersten Mal weil der bei Technischer Informatik nicht gewusst hat, was die e-funktion ist, und beim 2. mal mit kommisioneller prüfung haben dann alle anwesenden Profs. gesagt, der kann wirklich nix .. :)
In Software-Engineering hatte ich eine Gruppenarbeit zu 6 Leuten, von denen konnte genau einer programmieren, nämlich ich. (die haben dann einfach parallel die Doku zu dem geschrieben was ich programmiert hab, und wir haben vor den Abgaben immer Doku und Programmcode abgeglichen :) ). Der Tutor hat dann am End gesagt, er wird nächstes Jahr wieder Tutor sein, obwohls nächstes Jahr in .Net ist und er das nicht kann, aber Delphi (mit dems bei mir gemacht wurde) kann er ja eh auch nicht ...
In der Microcontroller-LU (3er-Gruppe) hatte ich einen, der keine grade zeile C schreiben konnte, in der ESE-LU (nachfolge-LU, 3er-Gruppe) ist einer nach den ersten Wochen einfach verschwunden. Bei der Security-LU (wieder 3er-Gruppe) hat einer dann weil er sonst nichts gemacht hat das Protokoll schreiben dürfen, der hat uns beim ersten mal ein 1-seitiges reines Text-File abgegeben.. Da haben wir das dann wirklich mal so abgegeben, der Assistent hat uns halbert gefragt, ob ma deppat sind. Und was ich da in VALG an Homeworks zum reviewen bekommen hab, da hats einem die Zähennägel aufgestellt, und zwar bei einem Großteil der Arbeiten ("Da 0 ist das Gegenteil von unendlich ist .. ", ... ). Hab dann mal so ein Homework komplett mit 5 beurteilt, und hab mich dann verteidigen müssen, dass das zu streng war..
Höhö. Weils mir grad einfällt. Von Fr. Banski weiß ich, dass es auf der B0ku keine Fetzen gibt. Also quasi generell nicht.
Die Leute weinen und jammern , wenn 3 am Zettel steht.
Dort lässt das Niveau aber anscheinend (zum. in ihrer Studienrichtung) seit dem Bakk. auch immer weiter nach und sie hat letztens gesagt, sie kann manche Arbeiten seriös echt nur mehr mit 5 bewerten oder andernfalls Zufallszahlen verteilen, weil sie so unter aller Sau sind. "Aber das kann man ja nicht machen."
Hab ihr ins Gewissen geredet, dass es der Uni ja nur schadet, wenn sich sowas durchbrunzt. Und jetzt gibts tatsächlich hie und da Fetzen :cool: :ass: :drummer: :base: :stars:
Aber vor allem, einen schlechten Tag hat jeder, da kann man sich möglicherweise viel schon gleich am Anfang versauen, bzw kann man schnell ein ganzes Jahr verlieren
Dann sind die meisten, dies nicht so übermäßig interessiert schon nach dem 1. Jahr wahrscheinlich weg.
Ich find das so nicht schlüssig. Gut, wenn jetzt wirklich Haus# 10% (und das käme mir recht viel vor) der fähigen Neulinge aufgrund schlechter Tagesverfassung ihren Test versemmelt haben, dann find ich das immer noch weniger schlimm, als wie wenn 100% der unfähigen Neulinge durch einen fehlenden Eignungstest ein Jahr verlieren, bis sie auf eine geeignetere Ausbildung umsatteln. Und es mag vllt. härter sein, aber dafür hängt man nicht so lang in der Luft - ich pers. find das so immer noch angenehmer.
Das alles setzt natürlich voraus, dass der Test wirklich gut gemacht ist, kann ja auch sehr leicht in die Hosen gehn.
Hingegen, um bei den FHs zu bleiben - da ists nicht selten, dass sich manche aus Ungewissheit halt an drei versch. bewerben.
masta_stefant
03.11.2009, 21:04
Hmja, das mit den Eignungstests mag stimmen, dass das verhältnismäßig wenig schlecht trifft ..
Trotzdem, wie eh gesagt: Das setzt vorraus, dass diese Tests gut gemacht sind. Und irgendwie hab ich da Bedenken ;)
Entweder macht man sie halt zu leicht, dann bringts erst recht nix, oder sie fragen was ab, was man grad nicht durchblickt, dann kann man da schnell durchrasseln. Ich kenns nur von dem VALG-Aufnahme-Test.. Die Fragen da sollten eigentlich nur Basiswissen abprüfen. Wenn man dort aber zwar das Basiswissen hat, aber bei einem Beweis, den man dort beim Test dann führen muss auf der falschen Idee aufsitzt, nutzt einem das alles nix. Ich bleib da skeptisch.
Vor allem stell ichs mir schwer vor, in 2h Test zu entscheiden, ob sich einer für ein bestimmtes Studium eignet, v.a. wenn der es selber noch gar net weiß. Und oft ists ja auch keine Frage des Könnens (nicht nur), sondern auch obs einen interessiert. Das kann kein Test abchecken. weil wenns einen nicht interessiert, würd mans nicht studieren (ok, ja, ich weiß, es gibt leute, die machen Jus oder Zahnarzt oder Informatik oder so was auch 'einfach mal so', aber die haben auch zumindest irgendeine Motivation, und wenns nur Geld oder ein Titel ist).
Gut, das selbe Problem gibts aber auch bei jedem Bewerbungsgespräch. Aber dafür gibts dort ja dann auch oft Probemonate :)
Deswegen glaub ich zwar unterm Strich zwar schon, dass man Aufnahme-Tests machen kann und da ein klein wenig vorsieben (wenn mans richtig macht, was ich wieder nicht glaub), aber letztlich damits halbwegs fair bleibt und man nicht zu viele falsche trifft (und da setz ich das Limit seeehr niedrig), müssts relativ leicht sein, damit wird man nicht allzuviele damit rausbekommen.
Man bedenke: Alle die, die im 4. Sem. Informatik, Studienrichtung Computergrafik nicht wissen was ein Skalarprodukt ist (auch schon erlebt), die haben trotzdem irgendwie die ganzen Mathe-Prüfungen hinter sich gebracht.. Eigentlich, wenn die bei auch nur irgendeinem Aufnametest scheitern sollten, sollten die ja nie im Leben die Mathe2-Prüfung schaffen ..
Was sollte da ein Aufname-Test dann besser machen als 5 spezifische Prüfungen im ersten Semester?
Ich glaub einfach, dass es eine komplette Illusion ist, in einem einzigen Test rauszufinden, ob sich wer eignet.. Und ein aufwändigerse Prozedere, das ist dann eh schon praktisch equivalent mit dem ersten Semester. Das ist halt einfach ein Filter, den man an den Anfang dazu-setzt. Die Qualität von den Studenten oder vom Studium wird sich dadurch aber sicher nicht ändern, nur die Anzahl.
Und letztlich, wenns um die Studenten geht, die dann ein Jahr verlieren, da find ich muss sich jeder selber an der Nase nehmen und sich fragen ob er sich fürs Studium interessiert. Da sind die Unis eher angehalten klar darzustellen, was einen erwartet. Das merkt man dann aber eh am besten, wenn man sich mal ein paar mal in Vorlesungen reinsetzt (das kann ja eigentlich eh immer jeder schon vorher machen, auch wenns sicher kaum wer tun wird). Das als Argument herzunehmen für Eingangstests find ich eher verfehlt, schon weil man eigentlich spätestens bei der ersten Mathe-Übungs-Abgabe in der 2. Woche und beim Durchgehn vom Studienplan schon mitbekommen sollt, wo das Hammerl hängt, nicht erst nach einem Jahr. Wenn man dann erst draufkommt, dass das doch nix ist, dann wird man das bei einem Aufnahmetest auch nicht erfahren, bzw. wenn man halt 'unbedingt' das studieren will, obwohls einen eigentlich ja gar net soo interessiert, dann ist man letztlich auch selbst schuld. Da dann irgendwelche zweifelhafen Tests in den Weg der anderen zu setzen, die motiviert sind, find ich mehr als verfehlt.
http://maps.google.com/maps/ms?hl=de&ie=UTF8&oe=UTF8&source=embed&msa=0&msid=116283369278129786033.0004778dfa81fb402d565&ll=49.781264,12.348633&spn=11.357555,23.291016&z=5
florianklachl
21.11.2009, 16:02
da sieht man schön, wo unsere Numerus Clausus - Flüchtlinge alle herkommen :)
der Thread passt jetzt aber nicht ganz, unsere |STA ist glaub ich die einzige Uni, die sie vergessen haben anzuzünden (womit einmal mehr bewiesen wäre, dass Gugging tatsächlich die besten Standortvorteile hat!)
masta_stefant
21.11.2009, 19:17
Advent, Advent, die Uni brennt ;)
Ich glaub allerdings auch kaum, das grad das IST irgendeinen Grund hat, da mitzumotzen
Außerdem glaub ich kaum dass es dort schon viele Studenten gibt, und die meisten kommen dann wohl aus dem Ausland. Denen wird das wohl ziemlich wurscht sein.
Eine bessere Versorgung von Obdachlosen nennen die Besetzer des Audimax nun als Bedingung für die Freigabe des Audimax. Im Rektorat herrscht darüber Kopfschütteln. Man setzt auf Gespräche mit der ÖH.
Jetzt ists absolut nur noch irgendwas. Freier Zugang, mehr Plätze, mehr Geld, Obdachlose ... Weltfrieden ...
"Wir räumen das Audimax erst, wenn Jimmy Hoffas Leiche gefunden wird." :dead:
Cannibal
18.12.2009, 01:36
Jimmy Hoffas
ERinnert mich übrigens an ein Gesrpäch, ich glaube bei der letzten EM, als das Osterhasi bei eine Österreich-Spiel gemeint hat: "Ich will dass der Jimmy Hoffa spielt!" und du ganz trocken darauf gesagt hast "Der is scho lang tot." :D
masta_stefant
04.09.2010, 19:21
Ahahaha!
http://oe1.orf.at/artikel/257359
Wegen des Budget-Sparkurses und der Geldnot an den Unis hält sie die Zeit für reif, dass die Studenten wieder zahlen müssen, und zwar, so der Vorschlag, nicht pro Semester, sondern pro absolvierter Lehrveranstaltung bzw. pro Prüfungsantritt.
:thumbsu: Spitzen Idee!
Dann geht der Trend sicher auch wieder zurück zu VO+LU statt kombiniert zu VU :)
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